Das Turner-Syndrom kann behandelt werden

Behandlungsmöglichkeiten
Behandlung mit Wachstumshormon
Systeme zur Verabreichung von Wachstumshormonen
Behandlung mit Östrogen
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Der richtige Arzt
IV und Krankenkasse

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Behandlungsmöglichkeiten

Speziellen gesundheitlichen Risiken muss wenn möglich vorgebeugt werden oder diese müssen mindestens baldmöglichst erkannt und behandelt werden. Mädchen mit einem Turner-Syndrom sollen eine - entsprechend der elterlichen Grösse - normale Wachstums- und eine normale Pubertätsentwicklung haben. Die Behandlung muss in jedem Fall mit einem Spezialisten durchgeführt werden.

Behandlung mit Wachstumshormon

Das Ziel einer Wachstumshormonbehandlung ist, der normalen Erwachsenengrösse so nahe wie möglich zu kommen. Mit der Wachstumshormontherapie wird die Endgrösse verbessert, die ansonsten bis zu 20 Zentimeter unter der familiären Durchschnittsgrösse einer gesunden Tochter liegen würde. Behandelte Mädchen werden, je nachdem wie früh die Behandlung eingeleitet werden konnte, um bis über 8 Zentimeter grösser und erreichen häufig eine für die Familie normale Grösse. Das Wachstumshormon wird in der Regel täglich durch eine Injektion am Abend verabreicht.

Die jahrzehntelange Erfahrung mit dieser weltweit bestens kontrollierten und studierten Behandlung belegt, dass die Wachstumshormontherapie sicher ist und keine Langzeitnebenwirkungen zu erwarten sind.

Systeme zur Verabreichung von Wachstumshormonen

1  
GenotropinPen
Fabienne erklärt den GenotropinPen
2  
HumatroPen
Cecilia erklärt den HumatroPen
3  
NordiPen
Fabienne erklärt den NordiPen
4  
EasyPod Leonie erklärt den EasyPod

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Behandlung mit Östrogen

Um die Pubertät einzuleiten, werden die fehlenden Östrogene ersetzt und zwar genau in der Menge, wie sie das Mädchen braucht - oder anders gesagt: Wie sie bei einem Mädchen ohne Turner-Syndrom normal wären. Durch diese Behandlung setzt die Pubertät ein. Das heisst, die Brüste, die Scheide und die Gebärmutter entwickeln sich so, wie dies in der Pubertät normal ist.
Die Behandlung wird vom Kinderendokrinologen anhand der sozialen und der körperlichen Entwicklung sowie der Knochenreifung gesteuert. Das Mädchen soll die Pubertätsentwicklung so normal wie möglich erleben.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt alternative Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Homöopathie und chinesische Medizin. Diese Therapien müssen auf jede einzelne Patientin abgestimmt und mit dem Spezialisten besprochen werden.

Der richtige Arzt

Aus medizinischer Sicht steht im Kindes und Jugendalter in aller Regel die Behandlung beim Kinderendokrinologen / bei der Kinderendokrinologin im Vordergrund. Bei der erwachsenen Frau mit einem Turner-Syndrom ist in der Regel der Herzspezialist der «wichtigste» Arzt.

IV und Krankenkasse

Das Turner-Syndrom gehört versicherungsrechtlich in die etwas altertümlich benannte Kategorie „Geburtsgebrechen“, da die Ursache in den Genen liegt und von Geburt an vorhanden ist. Welches die Geburtsgebrechen sind, die in der IV anerkannt sind, wird durch die Verordnung über Geburtsgebrechen (GgVvom 9. Dezember 1985, SR831.232.21) geregelt. Dort wird festgelegt, dass gegenüber der IV ein Anspruch auf Behandlung des Geburtsgebrechens bis zum Ende desjenigen Monats erhoben werden kann, in dem die versicherte Person das 20. Altersjahr zurückgelegt hat. Diejenigen medizinischen Massnahmen, die zur Behandlung von Störungen der Gonadenfunktion und des Wachstums (nach Rz.488 des Anhanges zur Geburtsgebrechensverordnung) erforderlich sind, werden also durch die IV übernommen. Für weitere Symptome des Turner-Syndroms muss überprüft werden, ob andere Ziffern der Geburtsgebrechensverordnung massgebend sind.
Die Heilbehandlung wird in erster Linie vorerst durch die IV übernommen. Die obligatorische Krankenversicherung hat demgegenüber eine Auffangfunktion. Das bedeutet, dass immer dann Ansprüche gegenüber der Krankenversicherung zu prüfen sind, wenn die IV nicht leistungspflichtig ist.

Wenn Sie weitere Fragen zu IV und Krankenkasse haben, schicken Sie uns ein Mail an info@turner-syndrom.ch

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